


Semaine Internationale Cannes
Abschlussbericht Jan Kurfeld - 20.2.2011
2. Wettkampftag:
Aufgrund einer Unwetterwarnung, die der Wettfahrtleitung vorlag, begann der Tag mit 2 Stunden Startverschiebung an Land. Danach ging es bei leichtem Wind und strömendem Regen aufs Wasser. Die erste Wettfahrt hatten wir noch ziemlich schwachen Wind. Nach einem guten Start und einer guten ersten Kreuz lag ich an Tonne 1 auf Position 5. Auf dem darauffolgenden Vorwind orientierte ich mich am Hauptfeld und versuchte meinen Platz so gut wie möglich zu verteidigen, das kostete mich aber leider ein paar Plätze durch die Ausreißer auf der anderen Seite und im Ziel kam ich somit insgesamt nicht über einen 9. Platz hinaus. Zur 2. und 3. Wettfahrt frischte der Wind auf angenehme 10-15kn auf, der Regen blieb. In beiden Wettfahrten konnte ich nach einem guten Start ganz vorne mitmischen und wurde im Ziel 2. und 5. Kleines Manko war, dass mir auf dem Vorwind schon ziemlich schnell die Pumpe ging, da ich noch immer nicht vollständig gesund war. Am Abend stand ich auf Platz 5 der Ergebnisliste, das war fürs erste ok, aber richtig zufrieden war ich nicht mit meiner Leistung, da in jeder Wettfahrt noch etwas mehr für mich drin gewesen wäre.
3. Wettkampftag:
Ohne Startverschiebung ging es am Donnerstag bei 10-15kn Wind und nicht enden wollendem Regen pünktlich aufs Wasser. Aufgrund der östlichen Winde segelten wir an diesem Tag in der anderen Bucht östlich des Hafens und der Inseln. 2 gute Starts waren auch an diesem Tag wieder die Grundlage für 2 gute Ergebnisse. Mit den Plätzen 4 und 1 war ich an diesem Tag quasi Tagessieger und mit Platz 2 insgesamt und nur 2 Punkten Abstand auf den führenden Franzosen Breton war ich auch deutlich zufriedener als am Abend zuvor. Im Club gab es dann abends noch leckeres Essen und gemütliches Beisammensein.
4. Wettkampftag:
Seit Wettkampfbeginn der erste Tag mit Sonnenschein und ohne Regen, aber leider auch nur mit sehr schwachem Wind. Bereits um 10 Uhr sollte der erste Start erfolgen. Wir sind zwar pünktlich ausgelaufen, aber leider verschob sich der erste Start auf circa 12:30. Wieder hatte ich einen guten Start, dieses Mal mittig der Startlinie, da sich mir bei diesen leichten und umlaufenden Winden nicht erschloss, welche die bevorteilte Kreuzseite sein soll. Nach wie gesagt gutem Start lag ich in einer guten Position zum Hauptfeld, leider ließ der Wind dann in der Mitte nach und drehte nach links. Somit hieß es für mich mit Platz 20-25 an Tonne 1 aufholen und so viel wie möglich gut machen. Mehr als Platz 13 konnte ich aber leider nicht rausholen, da die Abstände zu groß waren. Warum die Wettfahrtleitung sich dann noch dazu entschlossen hat, gegen 14 Uhr ein weiteres Rennen bei diesen Bedingungen zu starten, konnten nicht viele Teilnehmer verstehen. Für Florian Raudaschl, Matthias Miller und mich war aufgrund der um 23 Uhr aus Barcelona nach Mallorca startenden Fähre leider keine Teilnahme an dem letzten Rennen und damit auch der Siegerehrung möglich. Auf dem Weg von Cannes nach Barcelona musste ich noch Roberto und sein Motorboot aus einem Laser-Trainingslager in Hyères abholen. Ein Stau in Toulon kostete uns mindestens eine Stunde und auch die Fährfahrt, die sich somit auf Samstagabend verschob. Florian und Matthias konnten die Fähre pünktlich erreichen.
Alles in allem bin ich mit meinem 4. Platz zufrieden. Mir kam es bei dieser Regatta vor allem darauf an, mein neues Schiff unter besseren Bedingungen als in Palamos zu testen und mich mit einigen Weltklasse-Seglern zu messen, um zu sehen, wo ich nach diesem Winter und zu Beginn des Olympiaqualifikationsjahres stehe. Mein neues Schiff in Kombination mit meinem Mast und den Segeln halte ich für das schnellste und optimalste Material, dass ich bis jetzt in meiner Finn-Zeit hatte und ich bin froh, dass ich in dieser Richtung ein gutes Gefühl und den Rücken frei habe. Meine Leistung und mein Abschneiden in Cannes stimmen mich eigentlich guter Dinge für diese Saison. Ich hoffe, dass es mir durch meinen Wiedereinstieg in die Sportfördergruppe der Bundeswehr ab dem 01.03.2011 und dem mir dadurch professionelleren Betreibens des Segelns möglich ist, den Abstand zur Weltspitze so zu verringern, dass ich mich am Ende dieses Jahres für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr qualifizieren kann.
Erster Bericht Jan Kurfeld - 15.2.2011






